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Mittwoch, 08. September 2010

Rheopherese

Als erste Klinik am bayerischen Untermain ermöglicht die Capio Hofgartenklinik Aschaffenburg eine neue und zukunftsweisende Therapie der trockenen altersbedingten Makuladegeneration (kurz AMD) und setzt hiermit neue Maßstäbe in der Augenheilkunde. Eigens dafür wurde direkt auf dem Klinikgelände ein komfortables Rheopherese-Zentrum eingerichtet. Ermöglicht wurde die Einrichtung dieses Zentrums durch die Kooperation mit den niedergelassenen Augenärzten vor Ort und dem Rheopherese-Zentrum Köln, in dem diese Therapie bereits seit mehreren Jahren erfolgreich angewandt wird.

Die Makuladegeneration ist eine chronisch fortschreitende Netzhauterkrankung, die bis zum Verlust der zentralen Sehschärfe führen kann. Bisher gab es für Patienten mit trockener AMD keine Behandlungsmöglichkeit. Forschungen in den USA haben nun die so genannte Rheopherese entwickelt, die zurzeit die einzige wirksame Therapie bei trockener AMD darstellt.
Bei der Rheopherese wird das Blut außerhalb der Körpers gezielt von großen Plasmaproteinen befreit, die die Durchblutung beeinträchtigen. Dies führt zu einer deutlich verbesserten Durchblutung der Netzhaut. Die Folge: Eine sofort einsetzende und nachhaltige Erholung der Gewebsfunktionen und der Sinneszellen im Auge. Ziel der Rheopherese ist es, die Sehkraft wieder zu erhöhen oder zumindest zu erhalten.

Die neue Therapie wird im Rheopherese-Zentrum an der Capio Hofgartenklinik ambulant durchgeführt und dauert ca. drei Stunden. Zur Behandlung der trockenen AMD sind insgesamt acht Behandlungen innerhalb von zehn Wochen notwendig, um die Mikrozirkulation in der Netzhaut maximal zu verbessern. Die Wirksamkeit der Behandlung wurde bereits durch mehrere klinische Studien belegt. Die AMD, und hier insbesondere die trockene Form, ist in den Industrienationen die häufigste Ursache von Erblindung.

Die Kosten der Therapie werden von einigen privaten Krankenversicherungen übernommen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen gegenwärtig nur in wenigen Fällen auf Einzelantrag die Therapiekosten.