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Sonntag, 05. September 2010

Aktion Friedensdorf: Mädchen aus Angola kostenlos operiert

v.l.: Dr. Matthias Heppe (Anästhesist), Bärbel Franz (Friedensdorf), die kleine Maria, Ingo Adamzik (Verwaltungsdirektor Capio Hofgartenklinik) und Dr. Raf Bauer (Orthopäde)
v.l.: Dr. Matthias Heppe (Anästhesist), Bärbel Franz (Friedensdorf), die kleine Maria, Ingo Adamzik (Verwaltungsdirektor Capio Hofgartenklinik) und Dr. Raf Bauer (Orthopäde)

Wartet nur, bis ich wieder rennen kann!

Ihre großen dunklen Augen strahlen. Lange wird es nicht mehr dauern, bis die vierjährige Maria wieder rennen kann. „Wir haben das Mädchen aus Angola Mitte März bei uns in der Capio Hofgartenklinik kostenlos operiert.

Ihrer „Lieblingsbeschäftigung“ wird sie also bald wieder nachgehen können“, so Verwaltungsdirektor Ingo Adamzik.

Orthopäde Dr. Ralf Bauer hat sich der komplizierten Fehlstellung des rechten Fußes, die man Spitzfuß nennt, angenommen und diese korrigiert. Dieser Hochstand der Fers, hätte Maria gezwungen, ein Leben lang auf Zehenspitzen zu gehen und Fehlentwicklungen und Wachstumsstörungen zur Folge gehabt. Anästhesiologisch und schmerztherapeutisch wurde Maria von Dr. Matthias Heppe betreut.

Möglich machte den Eingriff erneut die Hilfsorganisation Friedensdorf International, mit der die Capio Hofgartenklinik schon seit vielen Jahren zusammen arbeitet. Im Friedensdorf Oberhausen (Nordrhein-Westfalen) lebt Maria seit Oktober 2009 und hat schon sehr gut Deutsch gelernt, versteht es auch gut. „Nach dem Eingriff wird sie vier Wochen lang einen Gips tragen. Dann folgt vermutlich ein Vierteljahr lang Krankengymnastik“, sagt Orthopäde Dr. Bauer, der Marias Fuß vor ihrem Rückflug zu ihrer Familie nach Angola noch einmal kontrollieren wird.

Woher ihre schlimme Fußfehlstellung stammt, ist ungewiss. Wahrscheinlich ist das Mädchen in eine Feuerstelle getreten, dann kamen Infektionen dazu, die im Vorfeld der Operation ausgeräumt werden mussten. In der Capio Hofgartenklinik ist die kleine Afrikanerin der Liebling der Schwestern und Ärzte, die sich alle darum bemühen, dass ihr die Zeit nicht zu lang wird. „Wir hoffen, dass Maria ihre Familie bald wieder in die Arme schließen kann“, resümiert Anästhesist Dr. Heppe abschließend.