Venenpatienten müssen nicht warten
Die Deutsche Venen-Liga e. V. (DVL), eine der größten Selbsthilfeorganisationen und Patientenportale in der Bundesrepublik, setzt sich seit Jahren erfolgreich für eine kurzfristige Terminvergabe bei Venenuntersuchungen ein. „Seit über 20 Jahren ist es unser Anliegen, dass Betroffene mit dem Begriff Venenleiden besser umgehen lernen. Sie sollen Warnzeichen ihres Körpers erkennen und OHNE Verzögerungen Rat und Hilfe spezialisierter Ärzte und Venenzentren in Anspruch nehmen können.“ Mit diesen Worten reagierte DVL-Präsident Dr. med. Michael Wagner (Hilden) auf eine Veröffentlichung in der Ärztezeitung online, wonach die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt von Ärzten „eine zeitnahe Terminvergabe für Kassenpatienten“ erzwingen will. Die SPD-Politikerin machte deutlich, dass für gesetzlich Versicherte die Terminvergabe ein zentrales Problem darstelle, das zu Ärger und Missmut führe.
Mit der Deutschen Venen-Liga e.V. haben Venenpatienten eine starke Lobby: „Die DVL veranstaltet seit Jahren bundesweit kostenlose Aktionen (sog. Venen-Kurzuntersuchungen) zur Früherkennung von Venenveränderungen. Sie veranstaltet Venenscreenings in Betrieben und ist mit dem Venenmobil (mit zwei mobilen Untersuchungsplätzen) auf Deutschlandtour“, sagt DVL-Präsident Dr. Wagner. Wie wichtig dieser Einsatz ist, zeigen aktuelle Zahlen: Über 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung haben Veränderungen am Venensystem, fast 60 Prozent Besenreiser und fast 15 Prozent eine ausgedehnte Krampfaderbildung. „Durch die frühzeitige und konsequente ärztliche Untersuchung und Behandlung sowie eigene Vorsorgemaßnahmen lassen sich der Krankheitsverlauf und die Folgerisiken vermindern“, weiß DVL-Präsident und Venenspezialist Dr. Wagner.


